Archive | June, 2010

Social Media Marketing

Ist in aller Munde. Ist Trend. Alle wollen auch. Haben schon mal davon gehört. Rennen in Seminare und Vorträge. So auch kürzlich auf Einladung der Goldbach Media Group.

Social Media ist ein grosses Gebiet unter das sehr vieles fallen kann, denn das entscheidende Buzzword “Social” beschreibt eigentlich eine Verhaltensweise. Trotzdem werden vor allem Werber nicht müde, “Strategien” und “Techniken” zu präsentieren, wie man dieses “Social Media” zum Absatz von Produkten nutzen kann. Auch die Präsentation von Orange8 (gehört zur Goldbach Gruppe) hatte ihre 5 Erfolgsfaktoren (wie man in Social Media richtig verkauft). Die Wahl der Titel sagt schon einiges über ihre Haltung zur Thematik: Präsenz / Ausdauer / Interaktivität / Kreativität / Analytics.

Etwa anderthalb Monate zuvor habe ich selbst einen Artikel zu Social Media verfasst. Nicht zuletzt um dieser Haltung einen anderen Standpunkt entgegen zu setzen. Auch wir machen mit Brand Experience im weiteren Sinne Marketing. Wir hören aber auch auf den Benuzer / die Zielgruppe. Der Benuzter möchte nicht, das ihm einfach etwas angedreht wird. Der Benutzer möchte, das auf seine Bedürfnisse eingegangen wird. Dann kauft er auch. Entsprechend lauten meine 5 Erfolgsfaktoren (wie man sich in Social Media richtig verhält): Aufmerksamkeit / Transparenz / Aktivität / Selbstlosigkeit / Authenzität.

Lesen Sie den ganzen Artikel: Die fünf Erfolgsfaktoren für Social Media Marketing

Davon abgesehen wurde im “Seminar” nicht viel neues Präsentiert, da es hauptsächlich um Grundlagen ging. Dass ein Bedürfnis dafür da ist zeigten Fragen aus dem Publikum, wie: “Und was macht man, wenn Facebook in unserem Unternehmen gesperrt ist?” und Antworten wie “iPhone?”. Ich persönlich finde ja, ein Unternehmen, das Facebook für seine Mitarbeiter sperrt, hat Social Media grundsätzlich noch nicht verstanden und sollte sich hüten, darin werben zu wollen. Aber das ist nur meine Meinung.

Noch etwas Lustiges, das mir aus dem “Seminar” geblieben ist zum Schluss: Der Sprecher hält einen Vortrag über Social Media, bittet das Publikum aber: “Schreiben Sie sich diese tolle Virale Kampagne auf”. Tatsächlich. “Ich schicke den Interessierten den Link per Mail”, “Sie finden den Link in meinem letzten Twitter-Post” oder “Sie können die Präsentation in unserem Blog downloaden” wäre dann doch zuviel 2.0 gewesen. Hier nun, zu aktuellen Geschehnissen, einer der Links zum schmunzeln: BP Spills Coffee

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iPad: Digitales Brett vor dem Kopf oder das Erwachen der Benutzeroberflächen

iPad iPad iPad – viele hypen fröhlich Apple hinterher und verlieren sich in den schönsten Fantasien. Nichts gegen Apple, doch was kann das iPad wirklich? Kann es eine “kriesengeschütelte” Branche retten? Die Verlage? Klar, schliesslich lassen sich jetzt endlich digitale und multimediale Magazine erstellen und verkaufen… Wirklich? Hätten wir Technologie und Möglichkeiten nicht schon seit Jahren gehabt?

Warum nicht mehr aus den bestehenden Technologien machen? Viele gestalterische Ideen und User Interfaces liessen sich auch mit bestehenden Technologien realisieren. Klar, das streicheln und swipen auf dem iPad macht Spass. Doch auch bestehende Seiten könnten ihre Usability und User Experience verbessern. Joy of Use wurde nicht erst mit dem iPad erfunden. Die meisten Softwareoberflächen fristen ein tristes graues Dasein mit Standard-Buttons aus dem Baukasten. Auf dem iPad würde niemand eine solche Augenschande programmieren. Warum? Weil die Leute besseres gewohnt sind und weil sie entsprechende Erwartungen haben. Warum nicht die Benutzer herkömmlicher Software mit einem ansprechenden Design und einem durchdachten Interaktionskonzept überraschen? Ich bin mir sicher, die Benutzer werden es danken. Spass ist nicht auf Apple begrenzt. Spass, Ästhetik und gute Usability sind Konzepte, die jeder in seine bestehenden Produkte und Dienste einflechten kann. Was würden Sie wählen, wenn sie die Wahl haben zwischen grau und umständlich oder ästhetisch und einfach zu bedienen? Geben Sie Ihren Kunden was Sie selbst zu schätzen wissen. Joy of Use.

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